Neuausrichtung des sozialen Netzwerks: Aus Facebook wird Travelbook

Achtung: Aprilscherz! 😉

Das ist mal ein ordentlicher Paukenschlag im Silicon Valley, der vor allem viele Touristiker erfreuen und bestätigen wird. Wie Facebook heute auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz mitteilte, wird sich das weltweit größte soziale Netzwerk mit sofortiger Wirkung in „Travelbook“ umbenennen. Zwar war schon lange in Analystenkreisen gemunkelt worden, dass sich Facebook strategisch komplett neu ausrichten werde, mit einer derartig schnellen und umfangreichen Kehrtwende konnten allerdings selbst Experten der Internetbranche nicht rechnen.

Und dennoch ist dieser Schritt nur konsequent und logisch zugleich. Schließlich gehören vor allem touristische Inhalte in Form von spannenden Urlaubsvideos und Fotos, Reisetipps und -empfehlungen sowie die Möglichkeit zum Einchecken über Facebook in der Vergangenheit zu den beliebtesten und meistgenutzten Verwendungsmöglichkeiten des sozialen Netzwerks.

„Google+ holt immer mehr zu Facebook auf. Da sich die Netzwerke in ihrem Funktionsumfang in nichts unterscheiden, war es für uns an der Zeit, über die Spezialisierung auf das touristische Umfeld uns weiter von Google+ abzugrenzen“, so Mark Zuckerberg auf der heutigen Pressekonferenz. Die Zahlen geben Zuckerberg recht. So werden Inhalte, die sich mit dem Thema „Reisen“ befassen, um ein Vielfaches mehr geteilt und geliked als jeder andere Inhalt bei Facebook.

haengematte-travelbookNicht zuletzt die Zukäufe von Instagram, WhatsApp und Oculus versetzen Facebook in eine perfekte Ausgangsposition, um wieder Sympathien bei abwandernden Jugendlichen oder skeptischen Datenschützern zu erhalten und machen in Zusammenhang mit der Neuausrichtung von Facebook nun besonderen Sinn. So sollen zukünftig nur noch mobil Fotos von Urlaubsreisen über Instagram auf Travelbook hochgeladen werden können. Die Möglichkeit zum Hochladen via Desktop Computer wird abgeschafft. „Aufgrund unserer neu entwickelten Filtertechnik in Verbindung mit den übermittelten GPS-Daten erkennen wir ganz genau, ob das Essen, das unsere User über Instagram auf Travelbook hochladen, im Urlaub aufgenommen wurde oder nicht.“, wird Lee McCabe, Head of Travel bei Facebook, heute morgen zitiert. „Wenn jemand auf Mallorca eine Schweinshaxe fotografiert, befindet er sich im Urlaub. Wenn er in München wohnt und dort eine Schweinshaxe fotografiert, dann lehnen wir das Bild kategorisch ab!“, so McCabe weiter.

Nur noch über WhatsApp sollen Fluggesellschaften, Reiseveranstalter und Reisebüros in Zukunft alle notwendigen Reiseunterlagen an ihre Kunden verschicken. So wird der unsichere Versandweg über E-Mail- und Briefverkehr entfallen. Mittels der speziellen Oculus VR© Brillen erhalten Reisebüros zudem zukünftig die Gelegenheit, ihre Kunden während des Beratungsgesprächs durch besondere virtuelle Rundgänge schon vor Antritt der Reise das Urlaubsland, Ausflüge sowie Hotels vorab erleben zu lassen. Auch das Reservieren von Poolliegen soll so schon im Vorfeld virtuell ausprobiert werden können. Hierdurch sollen Interessierte wieder verstärkt in stationäre Reisebüros gelockt werden. Erste Tests in ausgesuchten Büros sollen in den kommenden Wochen folgen.

Mit der Umbenennung in Travelbook verfolgt Facebook also nur konsequent die Entwicklung des Netzwerks hin zur weltweit größten Reisecommunity. In unseren Augen ein gelungener Schachzug, den wir sehr begrüßen. Aufgrund der umfangreichen Änderungen kann es allerdings noch ein paar Tage dauern, bis Facebook vollständig auf das neue Design und den neuen Namen umgestellt wird.

Bildnachweis: © apops – Fotolia.com

Dieser Artikel wurde geschrieben von Joachim Schmidt

Seit fast 20 Jahren ist Joachim Schmidt nun schon im Internet und den Neuen Medien zuhause. Im April 2008 gründete er Intensive Senses, eine inhabergeführte Agentur für digitales Marketing aus Berlin, die vor allem Kunden aus dem touristischen Bereich bei der Planung und Umsetzung von Webseiten, Social Media Profilen und Online Marketing Maßnahmen berät und unterstützt. Joachim ist einer der Mitgründer der social media akademie für reise und touristik.

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