Snack-Content im Tourismus

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Böse Zungen könnten behaupten, bei Snack Content handele es sich nur wieder um eines dieser Buzzwörter, mit denen Marketer so gerne und zahlreich um sich werfen. Unsere Erfahrung hat aber gezeigt, dass Snack Content durchaus sinnvoll ist, gut ankommt und ziemlich viel Spaß macht – sowohl für Kunden als auch Unternehmen. Schauen wir uns also einmal genauer an, was sich hinter dem vermeintlichen Buzzword verbirgt.

Was ist Snack Content?

Der Name Snack Content (oder snackable content) deutet bereits auf die Art der Inhalte hin, die sich hinter diesem Konzept verbergen: mundgerecht und mühelos zwischendurch konsumierbar. Das ist keineswegs ein unbedingt neues Konzept – denken wir nur an Twitter 140-Zeichen-Regel – doch Snack Content zielt noch auf einen weiteren Aspekt ab, den man aus der kulinarischen Welt ableiten kann: Die Inhalte sollten möglichst lecker, sprich möglichst wirkungsvoll und unterhaltsam für Eure Kunden sein.

Warum sollten wir uns mit Snack Content beschäftigen?

Dafür gibt es zwei ziemlich überzeugende Argumente! Zum einen wäre da die Aufmerksamkeitsspanne eines Menschen im digitalen Zeitalter zu nennen. Die ist – und das kennen wir von uns selbst – ziemlich kurz, vor allem wenn wir durch die Feeds unserer Facebook- oder Instagramprofile scrollen. Kein Wunder bei der Datenflut! Unsere Aufmerksamkeitsspanne hat sich von 12 Sekunden im Jahr 2000 auf 8,25 Sekunden im Jahr 2015 verringert. Ihr habt also nur knapp 8 Sekunden Zeit, Eure Kunden anzusprechen und zu begeistern. Nicht gerade viel – aber mit Snack Content machbar!

Das zweite überzeugende Argument für den Einsatz von Snack Content ist „mobile is king“. 60% unserer Social-Media-Zeit verbringen wir mobil. Je kleiner das Display, desto übersichtlicher sollte der Content sein, ansonsten geben wir schnell auf und scrollen einfach weiter. Kurzer und prägnanter Snack Content eignet sich also wunderbar für unterwegs, für den Weg ins Büro oder das Warten an der Supermarktkasse.

Wie kann (und sollte) Snack Content aussehen?

Wie kann Snack Content nun also im Tourismusmarketing eingesetzt werden? Die nachfolgenden Beispiele zeigen, welche Formate Ihr nutzen und wie Ihr Snack Content inhaltlich gestalten könnt.

Fun Facts

Informative und/oder unterhaltsame Daten und Fakten über Eure Region, Euer Hotel oder Euer Reisebüro sind ein Paradebeispiel für Snack-Content. Es empfiehlt sich, Euren Fun Fact nicht als reinen Text zu posten, sondern diesen in Bildform zu veröffentlichen. Eure Follower nehmen dadurch Euren Content viel stärker wahr und sind auch deutlich geneigter, darauf zu reagieren oder ihn gar zu teilen.

Zitate und Sprichwörter

Ein schönes Zitat über Berge, Seen oder das Meer? Ein typisches Sprichwort aus Euerer Destination? Kombiniert mit einem schönen Bild eignet sich dieses Format ideal, um zwischendurch kurz vom Urlaub zu träumen.

(Info)Grafiken

Packlisten, Sehenswürdigkeiten, Brauchtümer, aktuelle Veranstaltungen – das alles lässt sich wunderbar in kleinen Grafiken darstellen. Diese dürft Ihr gerne nach Lust und Laune und mit einem kleinen Augenzwinkern gestalten. 😉

Quizze und Umfragen

Kleine Quizfragen sind eine tolle Möglichkeit, Eure Follower anzuregen, mit Euch zu interagieren. Postet ein Foto von einer Sehenswürdigkeit, eine Detailansicht Eures Hotels oder eine besondere Pflanzenart Eurer Destination und fragt einfach mal nach, wer es richtig zuordnen kann. Oder Ihr macht es so wie die Kollegen von Neckermann und startet eine kleine Umfrage via Post-It-Zettel und Facebook.

GIFs

Diese Form des Snack Content ist besonders bei einer jungen Zielgruppe beliebt. Plattformen wie beispielsweise GIPHY liefern eine große Auswahl zu so ziemlich jedem denkbaren Thema. Gebt einfach Euer Stichwort (z.B. travel, beach oder hotel) ein und wählt ein passendes GIF für Euren Post aus.

Natürlich ist dies nur eine kleine Auswahl an Snack Content Formaten, die keineswegs einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie soll Euch Inspiration liefern und zeigen, dass Snack Content vergleichsweise einfach in der Produktion ist und trotzdem eine große Wirkung erzielen kann.

Also: Keine Angst vor Snack Content! Wenn wir die Augen schließen und bis 8 zählen, dann kommt uns das wie eine Ewigkeit vor, nicht wahr? Genug Zeit, um Eure Kunden mit dem richtigen Content zu begeistern. Und wenn sie erst einmal begeistert sind, bringen sie beim nächsten Mal bestimmt mehr Zeit mit und nehmen sich dann auch die Zeit für Euer Content-Menü aus drei Gängen.

Mehr zu dem Thema Snack Content erfahrt Ihr auch auf unserem Workshop im Herbst 2017 in Frankfurt a.M. Franz-Josef Baldus von koelnkomm kommunikationswerkstatt gibt Euch nähere Einblicke in die Welt des kurzen und prägnanten Contents anhand spannender Beispiele. In einem Praxisteil erlernt Ihr, wie Ihr die verschiedenen Apps zur ERstellung von Snack-Content gleich selbst einsetzt.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Susanne Krebs

Susanne verbindet ihre Leidenschaft für Reisen mit ihrem Interesse an Online Marketing und Social Media. Nach Studienaufenthalten in Spanien und Schweden unterstützt sie seit 2014 das Team der social media akademie für reise und touristik im Bereich Content Marketing.

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