Instagram Neuerungen

Drei auf einen Streich: Alle Instagram-Neuerungen auf einen Blick

Wie heißt es doch so schön? Stillstand ist Rückschritt! Das hat sich wohl auch zur Foto- und Video-App Instagram herumgesprochen, die sich im Mai dieses Jahres ein neues, minimalistisches Design samt neuem, farbenfrohem Logo verpasste. Und das sollte noch lange nicht alles gewesen sein. Wir stellen Euch die drei aktuellsten und wichtigsten Instagram-Neuerungen der letzten Wochen vor und verraten, was sie für Euch als Unternehmen bedeuten.

Mit Instagram Stories kleine Geschichten in Echtzeit erzählen

Die einen feiern es als gelungenen Coup, die anderen verurteilen es als dreiste Kopie: Die neue Funktion „Instagram Stories“ ermöglicht es Instagram-Nutzern, kleine Live-Geschichten in Form von Fotos und Videos zu erstellen und mit Filtern, Text oder Emojis aufzupeppen. Diese Geschichten können für genau 24 Stunden angesehen werden, danach verschwinden sie. Das kommt Euch bekannt vor? Ja, die Ähnlichkeit zu Snapchat lässt sich nicht leugnen, sie ist sogar genau so von Instagram gewollt.

Mit dem Stories-Schachzug setzt Instagram bewusst ein Zeichen gegen die Professionalisierung und Inszenierung, die sich zuletzt immer stärker abzeichnete. Viele Nutzer vermissten Authentizität und Realität – und wanderten vermehrt zu Snapchat ab. Nun gibt es die Möglichkeit für beides auf Instagram: schöne Fotos, die dauerhaft im Profil sichtbar sind, und nicht ganz perfekte aber dafür realistische Aufnahmen, die einen Tag lang sichtbar sind (aber auch heruntergeladen werden können und ebenfalls im Profil gepostet werden können).

Was bedeutet die Einführung von Instagram Stories nun für Euer Unternehmen? Im Grunde bietet die neue Funktion ähnliche Vorteile wie Snapchat. Warum solltet Ihr Instagram Stories also dennoch Beachtung schenken?

Es gibt einen glasklaren und haushohen Vorteil: Solltet Ihr bereits fleißig an Eurem Instagram-Account gebastelt und Euch eine solide Followerzahl aufgebaut haben, dann haben Eure Instagram Stories auf Anhieb eine vorhandene Reichweite, die Ihr Euch bei Snapchat erst aufbauen müsst.

Der Instagram Algorithmus wirbelt die Feeds durcheinander

Es wurde bereits vor einiger Zeit angekündigt und nun ist es passiert: Instagram verfügt – genau wie sein Mutternetzwerk Facebook – über einen Algorithmus. Heftiger Protest und Widerwille der Instagram-Community als Reaktion auf die Ankündigung hat den Konzern unbeeindruckt gelassen. Seit einigen Tagen werden die Fotos im Instagram Feed nicht mehr in chronologischer Reihenfolge gezeigt, sondern nach Relevanz sortiert.

Was relevant ist und was nicht entscheidet Instagram laut eigener Aussage anhand Eures Interaktionsverhaltens, Eurer Beziehung zu anderen Instagram-Nutzern und der Aktualität der Beiträge. Das klingt alles erst einmal sehr vage und erinnert stark an die Intransparenz des Facebook-Algorithmus, mit der wir uns in diesem Blogbeitrag bereits auseinandergesetzt haben.

Anders als bei Facebook verspricht Instagram aber, dass jeder Nutzer trotzdem noch jedes Foto oder Video in seinem Feed angezeigt bekommt – nur in veränderter Reihenfolge. Als Unternehmen müsst Ihr also keine Angst haben, dass Eure Bilder irgendwo in der Versenkung verschwinden – zumindest in diesem ersten Algorithmus-Schritt nicht. Es kann höchstens sein, dass sie Euren Abonnenten erst nach längerem scrollen angezeigt werden.

Wie kann man sich mit dem Algorithmus gut stellen? Hier kommt wieder das geflügelte Wort „Relevanz“ ins Spiel. Erzeugt Euer Foto oder Euer Video auf Instagram in kurzer Zeit viel Interaktion, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihr weiterhin „oben mitspielt“. Wir haben Euch 5 Tipps für ein schönes und erfolgreiches Instagram Profil zusammengetragen, die Euch in puncto „Relevanz“ helfen können.

Euer Profil zum Business Account upgraden

Momentan noch sind die Business Accounts nur teilweise in Deutschland angekommen. Es steht aber außer Frage, dass diese Einstellung bald für Jedermann wählbar sein wird. Wenn das eintrifft, wird Instagram Euch fragen, ob Ihr Euer vorhandenes Profil in einen Business Account umwandeln möchtet. Anschließend führt Euch Instagram schrittweise durch die Einrichtung des Business Accounts. Die wichtigste Voraussetzung dafür ist eine vorhandene Facebook-Unternehmensseite, die Ihr mit Eurem Instagram Profil verknüpfen müsst.

Eine der wichtigsten Funktionen des Business Accounts ist der “Kontakt”-Button mit E-Mail Adresse, Telefonnummer und Anschrift. Mit letzterer kann beispielsweise direkt bei Instagram eine Route zu Eurem Unternehmen geplant werden.

Eine weitere tolle Funktion sind die Statistiken. Falls Ihr bisher nicht schon ein kostenpflichtiges Instagram-Analysentool verwendet, könnt Ihr zum ersten Mal die Performance Eurer Foto- und Video-Posts einsehen. Instagram liefert Daten zu Impressionen, Reichweite und Interaktion. Der Parameter Impressionen zählt, wie oft Euer Post insgesamt angesehen wird. Die Reichweite zählt, wie viele unterschiedliche Personen Euren Post sehen (unabhängig davon, wie oft sie ihn sich ansehen). Herzen und Kommentare zählen als Interaktion.

Außerdem erhaltet ihr eine kompakte Zusammenfassung Eurer letzten sieben Tage auf Instagram. Neben den Gesamtimpressionen, der Gesamtreichweite und den Webseitenklicks erhaltet Ihr eine Übersicht Eurer beliebtesten Posts sowie die Demographie Eurer Abonnenten. Das ist sehr praktisch, wenn es darum geht, Euren Content zielgruppenspezifisch und erfolgsbasiert zu planen.

Und zu guter Letzt: Der Business Account ermöglicht Euch, Anzeigen direkt in der App zu erstellen. Bisher ging das nur über den Facebook-Anzeigenmanager. Einzelne Beiträge könnt Ihr so hervorheben und bewerben.

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Alle Neuerungen werden natürlich auch in unserem Workshop Instagram im Tourismus thematisiert, der am 30. Mai 2017 in Frankfurt stattfindet. Referentin ist Anja Beckmann, Social Media Beraterin und erfolgreiche Reisebloggerin mit Travel on Toast. Sie vermittelt Euch alle notwendigen Grundlagen zu Instagram im Tourismus und erklärt ausführlich, wie man mit Hilfe des visuellen Netzwerks potenzielle Kunden und Gäste anspricht. In einem besonderen Praxisteil des Workshops wird der Gebrauch von Instagram intensiviert.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Susanne Krebs

Susanne verbindet ihre Leidenschaft für Reisen mit ihrem Interesse an Online Marketing und Social Media. Nach Studienaufenthalten in Spanien und Schweden unterstützt sie seit 2014 das Team der social media akademie für reise und touristik im Bereich Content Marketing.

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