5 Tipps für erfolgreiche Newsletter im Tourismus

5 Tipps für erfolgreiche Newsletter im Tourismus

Ist der klassische Newsletter in Zeiten von Facebook, Instagram und Co. tot? Ganz und gar nicht! Nach wie vor ist er ein wichtiger Bestandteil des Multi-Channel-Marketings und kann gewisse Inhalte sogar deutlich nachhaltiger an Eure Kunden herantragen, als schnelllebige und Algorithmus-affine soziale Netzwerke das können. Wir haben fünf Tipps für Euch, mit denen Ihr ohne allzu großen Aufwand tolle Newsletter gestalten und verschicken könnt.

Was sagen die Zahlen?

Öffnungs- und Klickraten sind ein wichtiger Indikator für den Erfolg Eurer Newsletter. Doch wenn man die bloßen Prozentzahlen sieht, weiß man sie oft nicht richtig einzuordnen. Deswegen hier einmal ein kleiner Überblick, mit dem Ihr Eure Zahlen – sofern vorhanden – vergleichen könnt. Die Daten basieren auf der E-Mail-Marketing-Studie von Newsletter2Go aus 2016.

– Durchschnittliche Öffnungsrate gewerblicher Newsletter nach Empfänger: 20%
– Durchschnittliche Klickrate gewerblicher Newsletter nach Empfänger: 3,28%
– Durchschnittliche Click-Through-Rate* gewerblicher Newsletter: 14,11%

*Die Click-Through-Rate (CTR) beschreibt den prozentualen Anteil der Empfänger, die nach dem Öffnen des Newsletters einen Link angeklickt haben.

Natürlich variieren die Werte von Branche zu Branche. Die gute Nachricht: die Raten der Tourismusbranche (Reise und Transport) sind überdurchschnittlich. Es lohnt sich also, in einen touristischen Newsletter zu investieren.

– Durchschnittliche Öffnungsrate gewerblicher Newsletter im Tourismus nach Empfänger: 27,5%
– Durchschnittliche Klickrate gewerblicher Newsletter im Tourismus nach Empfänger: 4,9%
– Durchschnittliche Click-Through-Rate gewerblicher Newsletter im Tourismus: 18%

Decken sich diese Zahlen mit Euren Werten oder liegen sie sogar darüber? Herzlichen Glückwunsch! Auch wenn die Zahlen auf den ersten Blick nicht besonders hoch erscheinen, so läuft Euer Newsletter-Marketing bereits nicht schlecht! Falls Ihr noch etwas Luft nach oben habt beziehungsweise Ihr Euch trotz allem noch verbessern wollt, hätten wir da fünf Tipps für Euch…

1. Das Newsletter-Programm: Praktisch und Übersichtlich

Aller Anfang ist leicht. Wenn man das richtige Programm nutzt. Newsletter-Programme wie MailChimp, Newsletter2Go, SendGrid, CakeMail, Clever Elements etc. machen es gerade Einsteigern sehr leicht, professionelle und optisch ansprechende Newsletter zu verschicken. Ihr könnt entweder aus verschiedenen Designelementen Euer eigenes Template basteln oder vorgefertigte Templates individualisieren.

Ihr könnt einen oder mehrere, individualisierte Verteiler anlegen. Außerdem lassen sich verschiedene Kampagnen testen, planen und anschließend analysieren. So habt ihr ständig die Kontrolle darüber, wie was wann ankommt, zum Beispiel wann die beste Versendezeit für Eure Zielgruppe ist.

Die meisten Programme bieten eine kostenlose Testphase an und sind bis zu einer bestimmten Größe Eures Verteilers sogar dauerhaft kostenfrei. Also keine Ausrede mehr, mit dem Newsletter-Marketing zu warten!

2. Das Layout: Durchdacht und Einheitlich

Je nach dem was oder wie viel Ihr in Eurem Newsletter bewerben wollt, könnt Ihr ihn mit nur einer Spalte (Stand-Alone-Newsletter mit Fokus auf ein bestimmtes Thema) oder mit mehreren Spalten (unterschiedliche Themen und Angebote) gestalten. Grundsätzlich wissen wir: Der Empfänger liest von oben nach unten und von links nach rechts. Wichtige Informationen sollten dementsprechend oben und/oder links platziert werden, denn wie bei einer umgedrehten Pyramide verliert ein Newsletter nach und nach seine aufmerksamen Leser.

Verseht Euer Layout mit schönen und aussagekräftigen Bildern (siehe Tipp 4) und nutzt eine einheitliche Bildsprache. Diese sollte nicht nur innerhalb eines Newsletters identisch sein, sondern auch von Newsletter zu Newsletter selbst. Das steigert den Wiedererkennungseffekt bei Euren Lesern. Dazu trägt außerdem ein einheitliches Farbschema bei. Überlegt Euch, welche Farben Überschriften, Links, Text- und Designelemente der Newsletter haben sollen – und behaltet das bei! Am besten beschränkt Ihr Euch auf zwei, drei Grundfarben, die Euer Logo und Eure Corporate Identity widerspiegeln. Für den Tourismus eignen sich natürlich auch Urlaubsfarben wie Blau, Grün und Gelb hervorragend. Mit den Schriftarten Eures Newsletters geht ihr ebenfalls so vor.

Nach den Regeln spielen! Es gibt ein paar Dinge, die ohne Wenn und Aber Teil Eures Layouts sein müssen. Dazu gehört das Impressum, der Unsubscribe-Button und ein Link zur Newsletter-Ansicht im Web-Browser. Auch hier helfen Euch gängige Newsletter-Programme.

3. Der Inhalt: Kurz und Knackig

Endlos lange Grußworte, ausführliche Reisebeschreibungen und nicht enden wollende Angebote? Bloß nicht um den heißen Brei herumreden! Eure Texte müssen kurz und prägnant sein, zwar Lust auf mehr machen, dieses „Mehr“ dann aber verlinken. Links sind wichtig, denn jeder Newsletter will natürlich etwas verkaufen und möglichst viel Traffic auf die eigene Webseite lotsen. Ihr könnt entweder einzelne Textpassagen in klickbare Links verwandeln oder Call-to-Action Buttons (optisch hervorgehobene Link-Felder) unter Eure Beiträge setzen.

Wie oft lest Ihr eigentlich die Einleitung eines Newsletters? Richtig… Hier dürft Ihr also keine Informationen verstecken, die im späteren Verlauf des Newsletters nicht wiederholt werden. Auch wenn wir zwar gesagt haben, das wichtige Infos möglichst weit oben platziert werden sollen, so ist die Einleitung erfahrungsgemäß zu weit oben. Wenn überhaupt nötig, dann findet in der Eileitung eher „Smalltalk“ statt.

Zum Inhalt eines Newsletters zählt übrigens auch der Betreff. Dieser sollte sich ebenfalls auf das Wichtigste konzentrieren und vor allem Aufmerksamkeit generieren, damit der Newsletter überhaupt geöffnet wird. Dabei wirken zum Beispiel eine kreative Fragestellung oder ein passendes Emoji am Anfang der Betreffzeile kleine Wunder. Achtet einfach mal darauf, welche Betreffzeilen Euch selbst ansprechen und übernehmt das eine oder andere für Eure eigenen Newsletter.

4. Die Bilder: Passend und Hochwertig

Gerade für touristische Newsletter sind Bilder absolut essentiell, da sie Fernweh, Sehnsucht und Vorfreude wecken wie es kein Text vermag. Am besten nutzt Ihr eigene Bilder, die perfekt zu dem Inhalt Eures Newsletters passen. Diese sollten aber qualitativ hochwertig sein, denn verwackelte Schnappschüsse laden eher weniger zum Träumen und Klicken ein, und sind deshalb nicht besonders geeignet.

Es gibt Alternativen, falls ihr gerade keine passenden oder schönen Bilder zur Hand haben solltet. Zum Beispiel kostenlose Bilddatenbanken mit Fotos, die gewerblich genutzt werden dürfen. Schaut euch doch mal auf Unsplash oder Pixabay um. Die (meisten) Fotos dort haben auch nichts mit schrecklichen Stock-Bildern gemein, die schon mindestens seit fünf Jahren nicht mehr modern sind. In dem Fall dann sogar lieber der verwackelte Schnappschuss… der ist wenigstens authentisch.

Beispiel eines hochwertigen Newsletter-Fotos  Beispiel eines hochwertigen Newsletter-Fotos

Beispiele hochwertiger Bilder für Euren Newsletter von Unspalsh

Die Qualität Eurer Bilder sollte möglichst hoch sein, Ihr müsst sie aber verkleinern oder herunterrechnen und als jpg oder png abspeichern. Andernfalls könnte es sein, dass sie nicht oder nur sehr langsam laden. Der Dateiname der Bilder darf keine Umlaute oder Sonderzeichen enthalten. Das kann ebenfalls dazu führen, dass die Bilder dem Leser nicht richtig angezeigt werden. Außerdem solltet Ihr darauf achten, dass alle Bilder das gleiche Format haben, damit der Newsletter einheitlich und übersichtlich ist.

Für alle Experimentierfreudigen unter Euch: es ist möglich, GIFs in den Newsletter zu integrieren. So ein animiertes Bild generiert natürlich zugleich deutlich mehr Aufmerksamkeit. Es sollte vorher allerdings ausgiebig getestet werden, ob das GIF auch wirklich auf verschiedenen Endgeräten richtig angezeigt wird.

5. Der Verteiler: Organisch und Transparent

Stell Dir vor, einer verschickt einen Newsletter und keiner kriegt ihn. Ja, das kommt vor. Besonders am Anfang. Jetzt gibt es manche Unternehmen, die einfach ihre Kundendaten nehmen und sie – ohne direkte Einwilligung – in den Newsletter-Verteiler kopieren. Das ist weder fair noch rechtlich korrekt, also lasst lieber die Finger von solchen Methoden!

Um dennoch eine große Empfängerliste aufzubauen, gibt es mehrere Methoden. Die wohl einfachste ist die Platzierung eines Anmeldeformulars direkt auf Eurer Website oder in Eurem Blog. Ihr könnt dabei bestimmen, welche Informationen abgefragt werden und alle darüber generierten Anmeldungen werden – wie rechtlich vorgeschrieben – per Double Opt-In-Verfahren bestätigt. Alle gängigen Newsletter-Programme stellen Euch ein solches Formular zur Verfügung.

Ihr könnt Euren Newsletter zudem auf Euren Social-Media-Kanälen bewerben. Dabei ist es immer wichtig zu kommunizieren, welchen Nutzen Eure Kunden durch das Abonnieren des Newsletters gewinnen. Spezielle Rabatte, exklusive Hintergrundinfos oder andere andere Anreize erhöhen die Chance, dass Eure Verteilerliste wächst und dass diese Adressen von hoher Qualität sind.

In diesem Zusammenhang ist es übrigens auch kein Drama, wenn sich jemand von Eurem Newsletter wieder abmeldet. Das ist zwar grundsätzlich schade, reinigt aber auch Eure Statistik und schafft einen Verteiler an ernsthaft interessierten Abonnenten. Lieber 100 engagierte Leser als 1000 Empfänger, die Euren Newsletter direkt in den Papierkorb befördern.

Fazit

Aufgrund der überdurchschnittlichen Öffnungs- und Klickraten habt Ihr mit touristischen Newslettern eine gute Chance, auf Euch und Eure Produkte aufmerksam zu machen. (Kostenfreie) Newsletter-Programme erleichtern Euch das Versenden eines professionellen und optisch ansprechenden Newsletters. Besonders, wenn Ihr Euch zuvor ein paar Gedanken über Layout und Fotos macht, und Ihr Euch inhaltlich auf das wichtigste beschränkt. Stattet Ihr Euren Newsletter dann noch mit interessanten Informationen und besonderen Vorteilen aus, und bewerbt dies kräftig, wächst Euer Verteiler garantiert.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Susanne Krebs

Susanne verbindet ihre Leidenschaft für Reisen mit ihrem Interesse an Online Marketing und Social Media. Nach Studienaufenthalten in Spanien und Schweden unterstützt sie seit 2014 das Team der social media akademie für reise und touristik im Bereich Content Marketing.

1Kommentar
  • Nicolai Fleckenstein
    Veröffentlicht um 10:36h, 28 Juni Antworten

    Hallo liebe Susanne, ich bin eben über diesen Artikel gestolpert. Wie du richtig schreibst, ist Newsletter Marketing für die Tourismusbranche eine perfekte Ansprachemöglichkeit für die Akquise aber auch für die Kundenbindung. Deinem Post können wir uns voll und ganz anschließen, besser hätten wir die wichtigsten Faktoren für einen ansprechenden und professionellen Newsletterentwurf auch nicht auf den Punkt bringen können. 😉 Vielleicht gibt es noch eine kleine Anmerkung dazu, in Bezug auf das Monitoring. Es macht durchaus Sinn, im Dashboard oder Plugin des verwendeten e-Mail Tool Anbieters einen Blick auf die Zustellberichte und/oder Öffnungsraten zu werfen. Schließlich ist es ärgerlich, wenn der Newsletter zwar abonniert wird, aber beim Empfänger nicht ankommt oder nie geöffnet wird. Insbesondere gilt das, wenn der Kunde bereits gebucht hat und auch wichtige Reiseinformationen über einen e-Mail Marketing Tool Anbieter versendet werden. Wir haben dazu auch mal noch ein paar Tipps: https://www.mailjet.de/blog/news/echtzeit-monitoring-im-tourismus/ . Liebe Grüße, Nico von Mailjet.

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