Social Media: Was ist wichtig?

Welche und wie viele Social-Media-Kanäle braucht man im Tourismus wirklich?

Der eigene Blog, Twitter, Facebook, Pinterest, YouTube, Instagram, WhatsApp und – ach, ja – Google+, dann Snapchat, Instagram Stories, Periscope, Instagram Live, Facebook Live… Die Liste ist lang!

Kein Wunder, dass sich viele Unternehmen, gerade kleine und mittelständige Unternehmen, mit Social Media immer mehr überfordert fühlen und darüber klagen, Social-Media-Pflege raube zu viel Zeit und Energie. Braucht man das alles überhaupt?

Braucht man Social Media überhaupt?

Ja! In Zeiten, in denen sich 61% Prozent aller Deutschen im Internet über Urlaubsreisen informieren und 43% von ihnen das Internet zur Urlaubsbuchung nutzen (Quelle: Tourismusatlas Deutschland, 2017), kommt man als touristisches Unternehmen nicht an einer Social-Media-Präsenz vorbei.

Mit einem Twitter-Account und/oder einer Facebook-Seite haben vor ein paar Jahren viele angefangen. Instagram war nur Insidern ein Begriff und Snapchat gab es noch gar nicht. Und davon, dass alle plötzlich live sind, konnte man nur träumen.

Das alles hat sich inzwischen rasant geändert! Gefühlt jeden Monat erscheint ein neues Netzwerk auf dem Social-Media-Radar, alle sind “ das nächste große Ding“. So kann das eigene Social-Media-Portfolio schon schnell wachsen und alle, die kein großes Social-Media-Team haben, kämpfen mit der Zeit und im Endeffekt auch mit der Lust, sich allen diesen Kanälen zu widmen. Die Followerzahl stagniert, die Community ist stumm und Ihr seid demotiviert.

Zum Glück gibt es eine ganz einfache Lösung, der Abwärtsspirale zu entkommen.

Fokus auf einige wenige Kanäle legen

Die gute Nachricht vorneweg: Ihr müsst nicht auf allen Kanälen vertreten sein, um Social Media erfolgreich für Euer Unternehmen einzusetzen. Sucht Euch ein bis zwei (oder drei?) Social-Media-Plattformen aus und legt dort dann richtig los. Mit der „gewonnenen“ Zeit könnt Ihr Euch echte Gedanken über Eure Inhalte und drein Mehrwert machen.

Bei der Auswahl Euerer Kern-Kanäle solltet Ihr allerdings nicht nur nach eigenen Social-Media-Vorlieben entscheiden, sondern ein paar Dinge beachten.

1. Wo trefft Ihr Eure Zielgruppe?

Nutzt die Plattformen, die Eure Zielgruppe vornehmlich nutzt. Das ist eigentlich einleuchtend, oftmals aber beschäftigt man sich nur mit den Social-Media-Plattformen, die man selbst kennt und privat nutzt. Das sind aber nicht zwangsläufig die, die Eure Zielgruppe nutzt.

Setzt Euch während Eurer nächsten Zielgruppenanalyse also auch unbedingt mit ihren Social-Media-Vorlieben auseinander. Und richtet Euer eigenes Social-Media-Marketing dementsprechend aus.

Social Media Prisma

Diese Übersicht kann einen schon ein wenig erschlagen. Wie gut, dass man sich auf einige wenige Kanäle fokussieren kann. Schaut ruhig ein wenig über den Tellerrand, denn Eure Zielgruppe „versteckt“ sich manchmal da, wo man sie gar nicht vermuten würde.

Kleiner Tipp: Viele Reiselustige suchen Inspiration auf Pinterest und Instagram. Wie Ihr mit Instagram erfolgreich werdet, lernt Ihr in unserem Workshop mit Social-Media-Beraterin und Reisebloggerin Anja Beckmann.

2. Was passt zu Eurem Unternehmen/zu Eurer Branche?

Für den Tourismus und touristische Unternehmen ist das eigentlich recht schnell beantwortet, denn die Branche ist so „visuell“ wie kaum eine andere. Vor allem Instagram bietet sich da natürlich an, zumal man innerhalb der App inzwischen Fotos sowie Videos teilen, Echtzeit-Videos à la Snapchat aufnehmen und neuerdings auch Live-Videos posten kann.

Schreckt nicht vor Videos zurück! So ziemlich jede beliebte Social-Media-Plattform – Facebook, Instagram, Snapchat, Periscope – integriert Video (und oft Live-Video) in ihren Features. Damit zollen sie dem Trend nach mehr Authentizität Tribut, der bei Eurer Zielgruppe eine immer größere Rolle spielt.

Fazit

Um Zeit zu sparen und (wieder) Spaß an Social Media zu haben, ist es keine schlechte Idee, sich nur auf einige wenige Social-Media-Kanäle zu konzentrieren, diese aber regelmäßig mit qualitativ hochwertigem Content zu bespielen.

Das heißt nicht, dass Ihr Eure anderen Social-Media-Kanäle von heute auf morgen löschen, oder euch gar nicht mit Neuem beschäftigen sollt. Im Gegenteil: Ausprobieren ist gut, denn wer weiß, was die Zukunft bringt.

Euer Unternehmen geht aber auch nicht unter, wenn Ihr nur alle zwei Wochen mal twittert. Nicht, wenn Ihr Eure Zielgruppe sowieso viel eher auf Facebook antrefft.

Ihr möchtet mehr erfahren? In unserem Workshop „Basiswissen Social Media“ am 1. Juni 2017 in Frankfurt am Main erlernt Ihr, welche sozialen Netzwerke es gibt und welche sich speziell für touristische Unternehmen und Eure Produkte eignen. Zudem vermitteln wir Euch, wie Ihr einfach und effizient Eure Aktivitäten in den Sozialen Netzwerken steuern könnt und was eine Social-Media-Strategie ausmacht.

Dieser Artikel wurde geschrieben von Susanne Krebs

Susanne verbindet ihre Leidenschaft für Reisen mit ihrem Interesse an Online Marketing und Social Media. Nach Studienaufenthalten in Spanien und Schweden unterstützt sie seit 2014 das Team der social media akademie für reise und touristik im Bereich Content Marketing.

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