Pinterest im Tourismus

Pinterest im Tourismus: In 5 Schritten zu neuer Reichweite

Pinterest ist ein soziales Netzwerk, in dem Nutzer Bilder an virtuelle Pinnwände heften und somit Inspiration zu unterschiedlichsten Themen sammeln können: Rezepte, Mode, DIY-Projekte und Reiseziele. Aus diesem Grund ist das Netzwerk für den Tourismus interessant und relevant. Im Zuge des großen Instagram-Booms der letzten Monate ist Pinterest ein wenig in Vergessenheit geraten. Mit den „Saved Posts“ führte Instagram zuletzt sogar eine sehr Pinterest-ähnliche Funktion ein.

Dennoch lohnt es sich, sich Pinterest zurück ins Gedächtnis zu rufen. 200 Millionen aktive Nutzer weltweit – davon drei Millionen deutsche Nutzer – sind beachtenswert! Und vielleicht noch wichtiger: Pinterest kann Euch helfen, mehr Reichweite zu generieren, denn jedes Bild kann mit einem Link versehen werden, der auf Eure Webseite oder Euren Blog führt. Bei Instagram hingegen sind die Möglichkeiten dafür (noch) begrenzt.

Pinterst und Tourismus

Urlaub und Reisen sind wichtige Themen auf Pinterest. Das weiß auch das Unternehmen selbst und hat Anfang des Jahres Folgendes über das Nutzungsverhalten reiseinteressierter „Pinner“ veröffentlicht:

„Travelers on Pinterest are looking for ways make their trips more meaningful. In doing so, they are broadening their searches beyond tourist spots and experimenting with new ways of documenting their journeys. Beautiful imagery still reigns supreme for successful travel pins. As Pinners dig in to their destination research, we’re seeing increased popularity in “How to” instructional Pins rich in organizational tips for packing, itineraries and great photo ops.“

Außerdem hat Pinterest anhand des Nutzungsverhaltens seiner „Pinner“ 100 relevante Trends für 2018 identifiziert. Im Bereich des Reisens sind das in diesem Jahr u.a. Wüsten, Mexico City, 24-Stunden-Trips, Mittelmeerreisen, Klettern, Kultur-historische Reisen, Flusskreuzfahrten und „Living like a local“. Wenn Ihr mit Euren touristischen Produkten einen oder gleich mehrere dieser Bereiche abdeckt, könnte Pinterest für Euch von ganz besonderem Interesse sein.

Wir zeigen Euch fünf einfache Schritte, wie Ihr Pinterest für Euch nutzen könnt und damit Eure Reichweite vergrößert.

1. Pinterest Profil anlegen

Nehmt Euer Logo als Profilfoto und im besten Fall den gleichen Benutzernamen, den Ihr auch für andere Social Media Kanäle gewählt habt. So werdet Ihr schnell gefunden und habt einen größeren Wiedererkennungswert.

In der Kurzinfo könnt Ihr Eure Marke vorstellen vorstellen und dafür bereits wichtige Keywords verwenden, die Euch beschreiben und unter denen Ihr gerne gefunden werden würdet. Rechtlich seid Ihr außerdem verpflichtet, ein Impressum anzugeben. Dafür könnt Ihr auf das Impressum Eures Blogs oder Eurer Webseite verlinken.

2. Pinnwände erstellen

Eine Pinnwand oder ein Board ist eine Art virtuelles Fotoalbum, das Ihr mit Inhalten füllen könnt. Gebt Eurer Pinnwand einen aussagekräftigen Namen und verseht sie mit einer kleinen Beschreibung. Auch hier sind (sinnvolle) Keywords ganz wichtig, schließlich wollen Eure Boards und Bilder gefunden werden. Dazu gehört auch das Auswählen der richtigen Kategorie – in Eurem Fall die Kategorie „Reisen“.

Pinterest Pinnwand erstellen

3. Bilder hochladen und optimieren

Wenn Ihr eine Pinnwand erfolgreich erstellt habt, müsst Ihr sie mit Leben füllen. Hierbei habt Ihr zwei Möglichkeiten: Entweder nutzt Ihr dafür Bilder Eurer Webseite mithilfe eines Links oder Ihr ladet sie direkt von Eurem Gerät bei Pinterest hoch.

Pinterest Bilder Hochladen

Tipp

Im Pinterest Feed stechen große Bilder im Hochformat mehr heraus als Bilder im Querformat. Die optimale Bildgröße liegt bei 600×900 Pixel. Bilder im Hochformat, auf denen zusätzlich Text steht (z.B. „Die 5 schönsten Reiseziele in Asien“), fallen noch besser auf.

Pinterest Feed

Beispiel des Pinterest-Feeds für das Keyword „Asien“

Ihr müsst nicht jedes Eurer Bilder in einem Blogbeitrag für Pinterest optimieren, aber pro Blogartikel sollte zumindest ein optimiertes Bild dabei sein, das sich gut pinnen lässt. Wenn Euch diese Art von Grafik nicht gefällt oder sie nicht ins Layout passt, lohnt es sich dennoch eine solche Grafik extra für Pinterest anzufertigen und hier separat hochzuladen.

Habt Ihr ein Bild hinzugefügt, müsst Ihr auch hier wieder einen aussagekräftigen Titel und eine relevante Bildbeschriftung mit wichtigen Keywords hinzufügen.

Pinnt Ihr ein Bild von Eurem Blog oder Eurer Webseite, erkennt Pinterest automatisch den Link. Ladet Ihr es von Eurem Gerät auf Pinterest hoch, müsst Ihr die Ziel-URL manuell hinzufügen. Schließlich wollt Ihr ja, dass Nutzer, die Euer Bild finden, im nächsten Schritt auch Euren Blog oder Eure Webseite finden.

Pinterest Ziel-URL

4. Regelmäßig pinnen und Links prüfen

Wie überall beim Bloggen und auf Social Media ist es auch bei Pinterest wichtig, regelmäßig Bilder zu pinnen und zu repinnen. Ja, Ihr könnt ruhig auch fremde Pins auf Pinterest zu Euren Pinnwänden hinzufügen, wenn es sich z.B. um ergänzende Tipps handelt, von der Eure Nutzer profitieren können. Achtet aber darauf, dass sie nicht von der direkten Konkurrenz stammen, das wäre kontraproduktiv.

Überprüft immer, ob die hinterlegten Links bei fremden Pins funktionieren. Nichts ist frustrierender als auf Bilder zu klicken und dann festzustellen, dass der Link dahinter nicht funktioniert oder gar auf eine falsche Seite weiterleitet. Das findet nicht nur Euer Nutzer, sondern auch Pinterest, und wertet solche Pins deshalb als weniger qualitativ. Wir empfehlen Euch, in regelmäßigen Abständen Eure eigenen, älteren Pins genauso zu überprüfen.

5. Pinnen erleichtern

Nachdem Ihr Euch so viel Mühe gemacht habt, ein schönes Pinterest Profil mit verschiedenen Pinnwänden anzulegen, ist es fast schon ein Muss, Euer Profil sichtbar auf dem Blog oder der Webseite zu verlinken, damit es gefunden wird. Pinterest bietet dazu verschiedene Widgets an.

Eure Kunden sollen Euch aber nicht nur auf Pinterest finden, sie sollen auch selbst fleißig Eure Inhalte pinnen – also macht es ihnen so einfach wie möglich! Mithilfe des „Merken“-Buttons, den Ihr auf Eurem Blog oder Eurer Webseite installieren könnt, haben Nutzer die Möglichkeit, Eure Inhalte direkt in ihren eigenen Pinnwänden zu sammeln. Und dadurch werden wiederum ihre Follower darauf aufmerksam.

Fazit

Pinterest ist ein tolles Netzwerk, um Reichweite zu vergrößern, denn anders als z.B. bei Instagram kann hier jedes Bild mit einem Link versehen werden, dass auf Euren Blog, Eure Webseite oder ein spezielles Angebot weiterleitet. Ein Pinterest Profil mit passenden Pinnwänden anzulegen, ist nicht schwer. Wenn Ihr dann etwas Mühe in das richtige Bildformat und die passenden Keywords steckt, habt Ihr schnell einen weiteren Kanal erschlossen, der besonders für den Tourismus sehr interessant ist. Wer sucht und sammelt nicht gerne Inspiration für den nächsten Urlaub?

Dieser Artikel wurde geschrieben von Susanne Krebs

Susanne verbindet ihre Leidenschaft für Reisen mit ihrem Interesse an Online Marketing und Social Media. Nach Studienaufenthalten in Spanien und Schweden unterstützt sie seit 2014 das Team der social media akademie für reise und touristik im Bereich Content Marketing.

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